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Juni 2026

Vom „Igitt“ zum Aha-Erlebnis

Vom „Igitt“ zum Aha-Erlebnis: 9. Klasse erforscht Entwicklung von Insekten

    

Normalerweise findet Biologieunterricht im Fachraum statt – doch nach den Osterferien eroberte ein besonderes Projekt die heimischen Schreibtische der Klassen 9a und 9b: Unter dem Motto „Biologie zu Hause“ zogen lebende Mehlkäfer-Larven, besser bekannt als Mehlwürmer, bei den Schülerinnen und Schülern ein. Ziel des Projekts war es, den faszinierenden Prozess der vollständigen Entwicklung – der Metamorphose – über mehrere Wochen hinweg hautnah zu begleiten. Doch es blieb nicht beim reinen Beobachten: Woche für Woche erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Forschungsaufträge. Wie reagieren die Larven eigentlich auf unterschiedliche Lichtverhältnisse? Welche Düfte ziehen sie an oder stoßen sie ab? Und wie stark beeinflusst die Umgebungstemperatur ihre Aktivität?

Die Schülerinnen und Schüler dokumentierten den Lebenszyklus akribisch: Von der Larve über das Puppenstadium bis hin zum fertigen Mehlkäfer wurde alles genauestens skizziert und analysiert. Besonders eindrucksvoll war für viele der Moment, in dem aus der starren Puppe der fertige Käfer schlüpfte. Insekten lösen dabei oft spontane Abwehrreaktionen aus. Doch genau das war ein Kernziel des Projekts: Den Respekt vor diesen kleinen Lebewesen zu stärken und Ängste sowie Ekel abzubauen. Durch die tägliche Pflege und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Tieren wandelte sich die anfängliche Scheu bei vielen schnell in echtes Interesse.

Das Projekt zeigt, dass man für echte biologische Forschung kein hochmodernes Labor benötigt – eine Portion Neugier und die Verantwortung für ein Lebewesen reichen aus, um die Welt der Insekten neu zu entdecken.

   

Thomas Limmer

Herzenssache Biologie

Herzenssache Biologie: 10. Klasse erforscht das Herz-Kreislauf-System

      

Wie fühlt sich ein echtes Herz an? Wie arbeitet der Motor unseres Körpers unter Belastung? Diesen und weiteren Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b im Rahmen des Biologieunterrichts hautnah anhand von Schweineherzen auf den Grund. Nachdem erste Berührungsängste und Ekel überwunden waren, machten sich die Schülerinnen und Schüler mit Schere und Skalpell daran, das komplexe Organ zu erkunden. Unter Anleitung untersuchten sie zunächst äußere Strukturen und den Verlauf der Hohlvenen und Körperarterien sowie der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, bevor es durch präzise Schnitte tief in das Innere des Herzens ging. Der Blick auf Herzklappen und Herzkammern verdeutlichte eindrucksvoll die mechanische Meisterleistung, die unser Herz vollbringt.

Dass Biologie auch eine technische Seite hat, zeigte der zweite Teil der Unterrichtsreihe: die Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG). Anstatt nur auf Daten einer Präsentation zu starren, legten die Schülerinnen und Schüler selbst Hand an. Sie platzierten Sensoren am eigenen Körper und zeichneten sowohl Ruhe- als auch Belastungs-EKGs auf. Der spannende Moment: Der direkte Vergleich. Wie verändert sich der charakteristische Kurvenverlauf, wenn der Körper unter Anstrengung mehr Sauerstoff benötigt? Die Analyse der EKG-Kurven machte die unsichtbaren elektrischen Impulse, die unseren Herzschlag steuern, für alle sichtbar und verständlich.

Durch die Verbindung von anatomischer Präzisionsarbeit und moderner Medizintechnik konnten die Zehntklässler ein tiefes Verständnis für das Herz-Kreislauf-System im eigenen Körper gewinnen – und wer weiß, vielleicht hat dieses Projekt bei dem einen oder der anderen sogar das Interesse für eine berufliche Zukunft in der Medizin oder Forschung geweckt.

       

Thomas Limmer

Reptilienvortrag am BGM

Am Montag, den 23. März 2026 besuchte Hr. Werdan, ein staatlich anerkannter Reptiliensachverständiger, die sechste Jahrgangsstufe des Burkhart-Gymnasiums.
Der Schultag begann mit einem Vortrag, in dem Hr. Werdan den Klassen viel über Reptilien erzählte. Der Reptilienexperte erklärte den Klassen, passend zum aktuellen Thema in Biologie, unter anderem die Unterschiede zwischen Säugetieren und Reptilien. Die interessierten Schüler nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und von eigenen Erlebnissen zu erzählen.
Danach zeigte Hr. Werdan der Jahrgangsstufe seine eigenen mitgebrachten Tiere. Neben einer giftigen Schlange, welche in einem Terrarium sicher verwahrt wurde, gab es Axolotls, kleine Landschildkröten oder auch ein Chamäleon, das sogar seine Farbe während des Vortrags leicht veränderte.
Ein weiteres Highlight waren einige ungiftige Schlangen, die man sogar auf die Hand nehmen konnte. Zwar sagte Hr. Werdan, dass die Tiere nur auf der Handfläche bleiben sollten, doch viele Schlangen entschieden sich kurzerhand dazu die Ärmel zu erforschen und den Ausblick über den Schultern der Schüler zu genießen.
Durch das Anfassen der Schlangen, welche überhaupt nicht glitschig waren, wuchs an diesem Tag jeder über sich selbst hinaus.
Die Schüler der sechsten Jahrgangsstufe danken Hr. Werdan für diesen interessanten sowie gelungenen Tag.

  

Text: Frida Blümel, Theresa Mayer (6A)
Fotos: Johanna Priglmeier (6A)