Am Montag, den 29. Juni, machten wir, 60 Schülerinnen und Schüler begleitet von vier Lehrern, uns pünktlich um halb acht auf den Weg nach Dresden. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei McDonald's empfing uns Sachsens Hauptstadt mit Regenwetter, das sich aber glücklicherweise schnell zu Sonnenschein verwandelte. Gleich als erstes erkundeten wir die Altstadt und besichtigten verschiedene Sehenswürdigkeiten wie den katholischen Dom, die Frauenkirche oder den Fürstenzug. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch eine Führung im Militärmuseum.
Am Tag darauf stellten wir fest, dass es auch im Dresdener Nahverkehr hin und wieder problematisch werden kann: Eigentlich wollten wir gemütlich mit der Tram zu einem ehemaligen Sowjet-/Stasigefängnis fahren, weit kamen wir jedoch nicht. Aufgrund einer Verkehrsstörung und einer fehlenden Alternative machten wir uns dann – natürlich hochmotiviert – zu Fuß auf den Weg. Ungefähr 3,6 Kilometer, über eine Stunde Gehzeit, einmal quer durch die Stadt, und das, obwohl die eigentliche Wanderung erst am Donnerstag stattfinden sollte. Doch der Weg hat sich gelohnt: Die originalen Gebäude zu betreten hinterließ bei manchen zwar ein etwas mulmiges Gefühl, war jedoch sehr faszinierend. Der Höhepunkt des Tages war allerdings der Zwinger. Sowohl die interaktive Führung dort als auch die Privatführung, die Herr Zieroff ein paar von uns in der Gemäldegalerie der alten Meister gegeben hat, war sehr beeindruckend.
Am Mittwoch besichtigten wir vormittags die Semperoper, was außerordentlich interessant war. Die geplante Tour im Residenzschloss fiel leider wegen zu vieler Besucher aus, was uns allerdings Zeit zum Ausruhen, Shoppen oder einer Besichtigung der gläsernen Manufaktur verschaffte, bis wir dann zum Hygienemuseum aufbrachen, wo wir gerne noch länger geblieben wären. Abends besuchten einige von uns dann noch mit Frau Lechner und Herrn Zieroff eine Vorstellung in der Oper, „Romeo und Julia“, was einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Unser letzter ganzer Tag in Dresden startete – zum Bedauern vieler – schon sehr früh, da wir nach dem Frühstück gleich zu unserer Wanderung zur Bastei und den Schwedenlöchern aufbrachen. Nach einer dreiviertel Stunde Zug- und einer kurzen Fähren-Fahrt verlangte der erste Teil des Weges uns einiges ab, da es konstant bergauf ging. Die vielen Treppen waren es allerdings wert, denn oben wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Auf dem Weg hinunter legten wir dann einen kurzen Stopp ein, den viele zum Tret- oder Ruderbootfahren nutzten. Wider Erwarten kamen alle wieder heil an Land an und wir konnten alle gemeinsam zurück in die Stadt fahren. Nachmittags gingen Frau Landesberger und Herr Schmauser mit einigen zum Schwimmen, während die anderen sich entweder erholten oder die Stadt unsicher machten. Nachts soll sich dann noch eine Situation abgespielt haben, von der man jetzt im gesamten Lehrerzimmer spricht, vor allem weil aus der ganzen Sache ein ominöser Pizzakarton übriggeblieben sein soll und sich der ein oder andere „Freiwillige“ fürs Sommerfest gefunden hat.
Trotz dessen war es eine sehr schöne Woche (vielen Dank an dieser Stelle auch an alle Lehrer, die dabei waren und unseren teilweise chaotischen Haufen zusammengehalten haben) und als wir uns dann am Freitag wieder auf den Heimweg machten, hatten wir viele schöne, gemeinsame Erinnerungen gesammelt.
Leni Kraus, 10b