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Berlinfahrt der 10. Klassen (24.6. - 28.6.)

Voller Vorfreude begaben wir uns am Freitag um 7 Uhr auf den Weg in die bundesdeutsche Hauptstadt. Nach einer langen, aber kurzweiligen Fahrt kamen wir in Berlin an, jedoch zwangen uns zahlreiche Straßensperrungen dazu, einen ca. 15-minütigen Fußmarsch zu unserem ersten Programmpunkt anzutreten. Dies hatte allerdings den positiven Nebeneffekt, dass wir bereits das Schloss Bellevue und Teile des Tiergartens bewundern konnten. Um 16 Uhr empfing uns dann im Paul-Löbe-Haus der Bundestagsabgeordnete Alois Rainer, der sich unseren Fragen zu aktuellen politischen Themen stellte. Nach einem weiteren kurzen Spaziergang durch das Brandenburger Tor war unser nächstes Ziel das Hotel. Dort konnten wir die Zimmer beziehen und anschließend den Abend am berühmten Kurfürstendamm ausklingen lassen.

Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel konnten wir am Samstag bei einer 2-stündigen Stadtrundfahrt die Sehenswürdigkeiten Berlins genießen, wobei uns die gebuchten Reiseleiter interessante Informationen über die Stadt näherbrachten. Die folgende Mittagspause verbrachten wir am Alexanderplatz, der allerlei Möglichkeiten bereithielt, um sich zu stärken und das ein oder andere Souvenir zu besorgen. Wir staunten zudem nicht schlecht, als sich dort plötzlich ein Mensch, gesichert mit einem Bungee-Seil, vom Dach eines Hotels stürzte. Im Anschluss daran besuchten wir die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen, wo wir mit Hilfe unserer Lehrkräfte und Audioguides einen Eindruck erhielten, welch grausame Taten die Nationalsozialisten an den Häftlingen verübten. Um 19:00 Uhr bestiegen wir einen Schaufelraddampfer für die geplante Spreerundfahrt. Während dieser Fahrt, welche 2 Stunden dauerte, konnten wir die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive erleben und auch schon einen Eindruck gewinnen, wie das samstägliche Nachtleben in Berlin beginnt, denn schon um 20 Uhr waren in den Strandbars entlang der Spree viele Menschen zu beobachten, die sich den verschiedenen musikalischen Rhythmen hingaben.

Der Sonntag wurde mit der Besichtigung des Stasi-Gefängnisses in Berlin-Hohenschönhausen eröffnet. Dort vermittelte zunächst ein Einführungsfilm die grundlegenden Informationen zu diesem historischen Ort. Daraufhin führten uns ehemalige Häftlinge, deren persönliche Geschichten äußerst ergreifend waren, über das Gelände. Am Nachmittag teilten wir uns in drei Gruppen auf und besuchten zu verschiedenen Zeiten die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die verbliebene Zeit konnten wir in Kleingruppen, welche von unseren Lehrerinnen und Lehrern begleitet wurden, individuell gestalten. Ein beliebtes Ziel war dabei der Fernsehturm, aber auch das DDR-Museum sowie das Spionage-Museum konnten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die verbliebene Zeit verbrachten wir am Hackeschen Markt bzw. im angrenzenden Monbijou-Park, wo wir das pulsierende Leben Berlins an einem warmen Sommerabend genießen konnten.

Der Montag startete mit einem Besuch des Flughafens Tempelhof, dessen wechselvolle Geschichte nachhaltig beeindruckte. Anschließend durften wir die Mittagspause am Kurfürstendamm frei gestalten. Danach ging es zum Paul-Löbe-Haus, wo wir in der Bundestagskantine eine Mahlzeit zu uns nahmen. Wir durften uns anschließend unterirdisch in das Reichstagsgebäude begeben, wo wir im Plenarsaal einem Informationsvortrag lauschen durften. Im Anschluss daran erklommen wir die bekannte Glaskuppel des Reichstagsgebäudes. Nach einem letzten Abend im sommerlichen Berlin und vielen Eindrücken traten wir am Dienstag um 8 Uhr die Heimreise an.

 

Sophia Neubert, 10b

 

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