Schule ohne Rassismus ...

Eröffnungsrede zur Auftaktveranstaltung "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" am 11.10.2017

 

Liebe Lehrer, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und sehr geehrte Damen und Herren,

 

hiermit möchte ich Sie recht herzlich zu unserer Auftaktveranstaltung unseres Schulprojekts

„Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

begrüßen. Wir Schüler vom P-Seminar „Eventmanagement“  wollen das BGM ganz nach dem Motto

-„BGM-Ein Ort, wo Grenzen verschwinden“-

zu einem Ort machen, an dem kein Rassismus und keine Diskriminierung aufgrund von Aussehen, Religion und Herkunft entsteht . Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen uns um den Titel Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage zu bewerben. Wir alle, Schüler und Lehrer haben uns heute hier versammelt, um für unsere Schule die Ehre zu feiern, dass wir in das bundesweite Netzwerk aufgenommen werden. An dieser Stelle will ich im Namen des gesamten Seminars einige unserer Gäste besonders willkommen heißen: Ich begrüße sehr herzlich unseren Bürgermeister von Mallersdorf-Pfaffenberg,Herrn Karl Wellenhofer. Außerdem möchte ich, stellvertretend für Herrn Landrat Laumer, Frau Barbara Unger herzlichst begrüßen.Es ist uns eine besondere Freude, dass Esther heute bei uns ist. Denn sie wird unser heutiges Event musikalisch untermalen.

Unser ganz besonderer Dank geht an Anna Schaffelhuber,

denn sie hat sich dazu bereit erklärt, Patin unserer Schule zu sein und zusammen mit uns das Prädikat „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ entgegenzunehmen.

Das BGM ist tatsächlich ein Ort an dem Grenzen verschwinden. Insgesamt besuchen knapp 750 Schülerinnen und Schüler das Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg. Unser P-Seminar Eventmanagment hat im letzten Schuljahr eine Umfrage gestartet, um herauszufinden, aus wie vielen verschiedenen Ländern die Familien unserer Schule stammen. Das Ergebnis dieser Umfrage war erstaunlich:

Wir haben Schülerinnen und Schüler an unserer Schule

mit Wurzeln aus fast 40 verschiedenen Nationen.

 

Für dieses Event haben wir uns ein Rahmenprogramm ausgedacht mit verschiedenen Teamspielen, die uns zeigen, wie ein gutes Miteinander funktioniert. Des Weiteren werden uns einige von unseren Lehrern präsentieren, wie auch sie bereits durch andere schulische Programme ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt haben. Außerdem werden wir euch kurz vorstellen was unser P-Seminar bisher schon alles geleistet hat. An dieser Stelle wünsche ich allen einen schönen Vormittag,

 denn wir wollen heute zusammen mit allen Anwesenden ein Zeichen setzten.

 Wir wollen zeigen, dass ein gutes Miteinander nicht nur in der Schule zwischen den Schülern und Lehrern, sondern überall, auf der Straße, in der Stadt und auch im Sport von höchster Priorität ist. Wir wollen ein Zeichen gegen Rassismus, gegen Diskriminierung und gegen Fremdenhass setzen und somit unsere Schule zu einem besseren Ort machen – zu einem Ort, wo Grenzen verschwinden.

 

Projekt 2017 -

Klasse 9c  

Gewinner beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 

 

 „Es hat großen Spaß gemacht“ und man habe jede Menge gelernt aus dem Projekt, das wurde einhellig von den Mädchen der Klasse 9c des Burkhart-Gymnasiums bestätigt.  Sie haben sich beteiligt am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung, ausgerichtet von der Bundeszentrale für politische Bildung. Unter den verschieden angebotenen Themen haben sich die Schülerinnen mit der Situation junger Flüchtlinge in ihrer Region befasst und einen Film darüber gemacht. Sie waren unter den glücklichen Gewinnern und durften dafür interessante Buchpreise entgegennehmen.

Gearbeitet wurde in zwei Gruppen, die sich mit unterschiedlichen Themen befassten, eine Gruppe davon hat mit dem Film über die jungen Flüchtlinge schließlich das Rennen gemacht. Nicht nur die zwei wöchentlichen Sozialkunde-Stunden wurden dazu verwendet, sie hätten gar nicht ausgereicht, denn es gab noch jede Menge zu tun außerhalb des Unterrichts.  Man näherte sich zunächst der Funktionsweise von Projektarbeit, mit zwei Projektleiterinnen wurden die Planungsrunden, Aufgabenverteilung, festes Zeitmanagement und die Abschluss-Evaluation erarbeitet. Es galt, die jungen Flüchtlinge, die in Mallersdorf untergebracht sind, kennen zu lernen und mit ihnen und deren Betreuern Kontakt aufzubauen. Das Landratsamt als Vormund der Flüchtlinge musste seine Zustimmung erteilen, es wurde vereinbart, die gefilmten Interviews nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen.  Wie der Alltag der jungen Leute aussieht, das zu erfahren war höchst interessant: Müssen die Jungs doch selber einkaufen, kochen, waschen und putzen. Außerdem sind sie gut beschäftigt, einige machen Praktikum in umliegenden Betrieben oder Schulen, es gibt Lerngruppen und in den Sportvereinen sind sie willkommen.  Wichtig Erkenntnisse erfuhren die Burkhart-Mädchen über traumatische Vorgeschichten der betreuten Jugendlichen, sie haben Sehnsucht nach ihrer Familie, müssen sich mit Vorurteilen auseinander setzten und belastend ist vor allem die unklare Bleibeperspektive.  Trotz allem zeigen sie große Integrationsbemühungen im Berufspraktikum oder beim Besuch einer Schule. Viele positive Eindrücke hat dieses Projekt bei den Schülerinnen hinterlassen. Sie wurden mit Rat und Tat unterstützt von StRin Ulrike Helmbrecht die bestätigte: „Es sind freundliche und höfliche Jugendliche und trotz ihrer schlimmen Erfahrungen halt auch einfach nur Teenager“.

 

Bild: Links die Betreuerin des Projektes StRin Ulrike Helmbrecht mit der Urkunde. (Foto:ak)