Projekttage / Exkursionen

Unterrichtsgang zu archäologischen Ausgrabungen in Mallersdorf-Pfaffenberg

Wir, die Klasse 6c, gingen mit unserem Klassenleiter Herrn Vetter am Dienstag, den 10. Mai 2015 zu den archäologischen Ausgrabungen im Baugebiet Sandleite 3 in der Nähe der Schule. Ein Geologe der privaten Ausgrabungsfirma Arcteam aus Regensburg, die von der Kreisarchäologie mit der Untersuchung des Baugebiets beauftragt ist, führte uns durch das Gelände und erklärte die einzelnen Maßnahmen und Funde. Die Ausweisung von neuen Baugebieten ziehe im Bereich bekannter Bodendenkmäler, wie sie im Bereich Sandleite vorhanden sind, archäologische Maßnahmen nach sich. In einem ersten Schritt werden meist die Erschließungsflächen untersucht, um Befundsituation und Erhaltungszustand der archäologischen Denkmäler zu ermitteln. Abhängig vom Ergebnis werden nachfolgend entweder einzelne Bauparzellen ausgegraben oder auch flächige Untersuchungen durchgeführt.

Bis jetzt wurden einige Feuerstellen und Pfostenlöcher von Häusern aus der Bronzezeit gefunden. Bei einer Feuerstelle handelte es sich auf jeden Fall um einen Ofen, da die Erde kreisrund und tiefgründig ausgehoben und durch hohe Temperaturen verfärbt war. Es könnte vielleicht ein Brennofen gewesen sein, erklärte uns der Grabungsleiter. Genaueres wisse man aber erst, wenn das Fundmaterial ausgewertet sei.

Zum Abschluss bekamen wir bei unserem Mitschüler Sebastian, der gleich neben dem neuen Baugebiet wohnt, noch ein leckeres Eis. Es war eine interessante, kurzweilige Exkursion.

David Beutlhauser, Nina Margreiter, Marius Cronauer, alle Klasse 6c

Filmvorführung zur NS-Propaganda in der Q11

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts wurde vor kurzem für die Q 11 der Spielfilm „Kolberg“ gezeigt, ein 1944 gedrehter deutscher Historienfilm des Regisseurs Veit Harlan, der die Belagerung Kolbergs 1807 durch die Franzosen und den erbitterten und schließlich erfolgreichen deutschen Widerstand gegen einen scheinbar übermächtigen Feind zum Gegenstand hat. Er wurde im Auftrag und unter Aufsicht des Propagandaministers Goebbels produziert und sollte als Propagandafilm in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges den Durchhaltewillen der Deutschen im „totalen Krieg“ stärken.
Bei „Kolberg“ handelt es sich um einen der sogenannten „Vorbehaltsfilme“ (als nationalsozialistische Propagandafilme 1945 von den Alliierten verboten; dazu zählen unter anderem Filme wie JUD SÜSS (1940), HITLERJUNGE QUEX (1933), ICH KLAGE AN (1941) und OHM KRÜGER (1941), die eine deutlich rassistische, antisemitische, volksverhetzende und/oder kriegsverherrlichende Botschaft beinhalten), die auch heute noch nicht für den allgemeinen Vertrieb freigegeben sind, sondern nur auf Anforderung, eingebunden in einen einführenden Vortrag und eine anschließende Diskussion, gezeigt werden dürfen.
Für diesen Vortrag schickt die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, bei der diese indizierten Filme lagern, einen Experten, der den Film für die Schüler im Vorfeld didaktisch aufbereitet und in der anschließenden Diskussion die Propagandaintention herauszuarbeiten versucht.
In unserem Fall war es Herr Horst Walther aus Köln, der es sehr gekonnt verstand, den Film in einen Verständniszusammenhang einzubetten, so dass die Schüler durch die von 11 bis 15 Uhr dauernde Unterrichtseinheit zahlreiche Denkanstöße erhielten.